homegym 6

Homegym: Günstig und effektiv einrichten – Teil 1

Ein eigenes Homegym oder Garagengym zu besitzen ist der Traum vieler Trainierender, doch für wen lohnt sich die Anschaffung eines Homegyms überhaupt? Und was ist dabei zu beachten? Wie decke ich möglichst effizient und sinnvoll das Equipment eines gut ausgestatteten Fitnesstudios wie z.B. das Fitnessstudio in Regensburg ab. Überall werden heutzutage Fitnessgeräte für zu Hause angeboten, aber was davon braucht man wirklich? Diese und einige andere Fragen möchte ich im folgenden Artikel klären. Zunächst sei noch angemerkt, dass dieser Artikel etwas länger ist und somit aus zwei Teilen bestehen wird, die Ausführlichkeit ist jedoch notwendig, da es sich bei einem Homegym um eine langfristige Investition handelt und diese einer ausgiebigen Planung bedarf.

Für wen?

Ist ein Homegym für mich überhaupt geeignet? Du magst wie viele andere sicher schon einmal über die Anschaffung oder darüber, in den eigenen vier Wänden zu trainieren, nachgedacht haben. Vorab sei dir gesagt, dass ich bei diesem Artikel davon ausgehe, dass du, wenn du über die Anschaffung eines Homegyms nachdenkst, auch ernsthaft trainieren möchtest – und eben jenes ernsthafte Krafttraining basiert auf der Ausführung der Grundübungen mit einer Langhantel. Dies ist die einzige praktikable Möglichkeit dauerhafte Progression (Gewichtssteigerung-> Fortschritt) zu gewährleisten. Da eine solche Anschaffung nicht ganz günstig ist, sollte dir bewusst sein, dass ein Homegym eine längerfristige Investition ist. Es empfiehlt sich daher, gerade für Anfänger erst einmal einige Monate in einem Studio zu verbringen, um herauszufinden ob man den Sport langfristig betreiben möchte. Gerade Neulinge sind oft zu enthusiastisch und überstürzen Dinge gerne. Im Folgenden möchte ich kurz einige Pros- und Kontras für die Anschaffung eines Homegyms erläutern.

Pros:

  • geringer Zeitaufwand
  • keine besetzten Geräte
  • kein aufdringliches Personal
  • freie Musikwahl
  • keine Studioregeln
  • Individuell auf dich angepasst
  • auf lange Sicht günstiger als das Studio
  • voller Fokus aufs Training bzw. weniger Ablenkung durch andere

Contras:

  • relativ teure Anschaffung
  • Platz wird benötigt
  • keine Hilfe bei Übungsausführungen (falls ihr ohne Trainingspartner trainiert)
  • keine Motivation durch andere (wenn man alleine Trainiert)

Anforderungen

Ihr habt nun eure Liebe zum Eisen gefunden, seid euch den oben genannten Punkten bewusst und denkt ernsthaft über eine Anschaffung nach, doch zuerst solltet ihr euch über die Anforderungen bewusst werden.
Im Folgenden findet ihr eine Übersicht:

  • einen Raum mit mindestens 6m² freier Fläche + etwas Platz um Equipment (Hantel, Hantelscheiben) abzulegen
  • Deckenhöhe mindestens passend für das Powerrack (in der Regel 2,20m)
  • Startkapital mindestens: Männer: ca. 800€, Frauen ca. 600€ (dies gilt für die geringste Ausstattung für Anfänger, um überhaupt die Grundübungen sauber ausführen zu können, ich empfehle jedoch gleich etwas mehr zu investieren)
  • Stabiler Boden, am besten Keller/ Garage. Mietwohnungen sind, auch aufgrund der entstehenden Geräusche eher ungeeignet
  • Geduld bei der Planung

Hast du das alles zur Verfügung steht der Planung nichts mehr im Wege. Für dich mögen die hohen Anschaffungskosten erstmal abschreckend wirken, rechnet man dies jedoch gegen die wegfallenden Studio- und Fahrtkosten sowie die Zeitersparnis auf, wird schnell klar: auf lange Sicht ist ein Homegym deutlich billiger. Um Kosten zu sparen besteht außerdem die Möglichkeit, sich das Equipment mit Trainingspartnern zusammen zu kaufen. Der Preisunterschied zwischen Mann und Frau begründet sich darin, dass Frauen weniger Gewichte benötigen und somit etwas günstiger und mit weniger belastbarem Equipment davon kommen.

Planung

Bei der Planung gibt es einige Dinge zu beachten. Zunächst einmal sollte jedem klar sein, dass es nicht immer das Sinnvollste ist, die günstigsten Dinge zu kaufen. Wer bei der Qualität des Equipments am falschen Ende spart kauft oft doppelt- und zahlt damit im Endeffekt mehr. Das gilt auch für überstürzte Fehlkäufe, weil nicht richtig und ausführlich geplant wurde.
Ein Homegym sollte auch auf deine Bedürfnisse zugeschnitten sein – so solltest du dir vorher einen Plan machen, wo du dich mit deinem Training in ein paar Jahren siehst, um diese Türen mit sorgfältiger Planung offen halten zu können. Trotz der individuellen Ziele wird ein gutes Homegym immer auf einer Langhantel und dem Equipment zur Ausführung der Grundübungen basieren.
Nachdem du also deine längerfristigen Ziele definiert hast, solltest du dein Budget festsetzen. Tipp: plane zunächst etwas weniger ein, als du maximal ausgeben würdest, um am Ende noch Spielraum nach oben zu haben. Als nächsten Schritt musst du dich um deinen Raum kümmern. Wie viel Platz habe ich? Wo stelle ich was auf? Wie stabil ist der Boden? Muss ich den Boden besser schützen, um niemanden mit dem Kreuzheben zu stören? Dies musst du alles bei der Auswahl des Equipments und der weiteren Planung berücksichtigen. Es empfiehlt sich eine kurze Skizze des Raumes anzufertigen und die Abmaße des Equipments aus Pappkartons auszuschneiden und auf den Boden zu legen, um eine Vorstellung des benötigten Platzes zu bekommen.

Equipment/Geräte

Das richtige Equipment basiert, wie schon erwähnt, auf der Möglichkeit des Ausführens von Grundübungen mit der Langhantel. Im Folgenden seht ihr eine Übersicht mit einzelnen Kategorien, welche jeweils eine Auswahl an Geräten/Equipment hat, um für jedes Budget und jede Anforderung das richtige zu finden.

hOMEGYM!

Die Langhantel

Eine Langhantel bietet die Grundlage eines jeden Krafttrainings. Um lange Freude an ihr zu haben sollte bei der Investition nicht gespart werden. Günstige Hanteln neigen dazu sich bei höheren Gewichten zu verbiegen und so ist man schnell gezwungen, neu zu kaufen. Eine qualitativ hochwertige Langhantel hingegen hält bei entsprechender Pflege oft ein Leben lang. Der Durchmesser der Scheibenaufnahme beträgt bei guten Hanteln 50mm. Frauen können hier etwas sparen, da sie in den meisten Fällen deutlich weniger Gewicht bewegen werden, als das männliche Pendant. Es sollte bedacht werden, dass eine Hantel welche laut Beschreibung bis z.B. 400kg belastbar ist, sich aufgrund der dynamischen Kräfte beim Absetzten von z.B. Deadlifts auch bei deutlich niedrigeren Gewichten verbiegen kann. Was eine der besten Hanteln der Welt ausmacht sieht man hier: Schau dir Eleiko Factory Bar Testing an: http://www.youtube.com/watch?v=7Kq90Y4rEyQ Eine billige Hantel würde einfach verbogen bleiben.

Für Frauen empfiehlt sich:

Mindestens:

Für Frauen die auch mal über 80kg heben wollen:

Für Weigthlifting ist generell zu beachten, dass sich auch die besten Hanteln beim Fallenlassen von Überkopf verziehen, wenn der Boden nicht gedämpft ist und keine Bumper Plates (Vollgummi Hantelscheiben) verwendet werden:

Für Männer:

Weightlifting:

Weightlifting Bars unterscheiden sich generell durch eine bessere Lagerung der Hantelscheibenaufnahme (Nadel- statt Gleitlager), um ein aus der Hand drehen beim Umsetzen zu verhindern. Außerdem ist das Material etwas elastischer, so dass es auch beim Fallenlassen aus höheren Höhen nicht zu dauerhaften verbiegen kommt. Die Aufgeführten Hanteln mögen auf den ersten Blick etwas teuer erscheinen, sind ihr Geld aber auf jeden Fall Wert und halten bei entsprechender Pflege, im Gegensatz zu minderwertigen Produkten, ein Leben lang.
Hantelverschlüsse:
In der Regel reichen normale Federverschlüsse aus, wer auf Nummer sicher gehen will, sollte jedoch zur teureren Version greifen.

gym8

Gewichte:

Gewichte werden in den Kategorien: Guss, gummierten Guss und Vollgummi/Bumper Scheiben unterschieden. Sie unterscheiden sich in ihrer Anwendung. Für den normalen Fitnesstrainierenden reichen Gussscheiben völlig aus. Auch für Powerlifter und BBler sollten sie erste Wahl sein. Sie sind in der Regel auch am billigsten. Gummierte Guss und Vollgummischeiben machen für diese Personen aufgrund ihres hohen Preises nur Sinn, wenn man den Geräuschpegel beim Kreuzheben senken möchte.

Für die olympischen Lifts sind Bumperplates in Kombination mit einer hochwertigen Hantel, die einzige Möglichkeit diese auf längere Zeit ohne Beschädigung des Equipments auszuführen. Gummierte Gussscheiben sind ein Zwischending und man kann sie auch mal aus Hüfthöhe fallen lassen, bieten jedoch keine wirklichen Vorteile gegenüber Gussscheiben und sind zudem sehr teuer. Bitte beachtet, dass sich das Fallenlassen in jedem Fall auf entsprechend präparierte Böden (Hierzu mehr im zweiten Teil des Artikels) bezieht, also Gummimatten oder Lifting Plattform.
Um alle Gewichtsschritte (1kg Schritte) bei den Steigerungen abzudecken benötigt ihr:

  • 4 x 0,5kg
  • 2 x 1.25kg
  • 2 x 2.5kg
  • 2 x 5kg
  • 2 x 10kg
  • 2 x 15kg

Für alle weiteren Steigerungen könnt ihr dann 25kg Scheiben verwenden.
Je nach euren Bedürfnissen könnt ihr euch also nun euer Set zusammenstellen. Preislich haben sich Megafitness http://www.megafitness-shop.info/Kraftsport/Hanteln-Gewichte/Hantelscheiben/50-mm—115_131_60_66.html und Strengthshop: https://www.strengthshop.de/weight-plates-hantelscheiben.html?___store=german&___from_store=default bewährt. Auf beiden Seiten besteht auch die Möglichkeit Sets zu kaufen. Je nachdem was ihr braucht, ist es billiger solche Sets zu kaufen. Zusätzlich macht es Sinn, eine Gewichtablage/Ständer zu kaufen, falls euer Budget dies zulässt. Das ist jedoch kein muss.

Hier geht es zu Teil 2, in dem es um das Powerrack und den Bodenschutz geht.

Hast du Fragen oder Anregungen? Dann schreib diese hier in die Kommentare oder in unsere Facebook-Supportgruppe. So können wir dir bei deinen Fragen schnell weiterhelfen.