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Sind wir Frauen eigentlich dumm?

Worauf du dich einlässt: knapp 1000 Wörter – 10 Minuten Lesezeit – Grundlagenwissen zum Thema: Bodyimage; No-Bullshit-Anleitung für Frauen.

Sind wir Frauen eigentlich dumm?

Wir Frauen mögen uns nicht besonders. Vor allem nicht, wie wir aussehen. Das wird deutlich, sobald man uns sprechen hört. Ob mit der besten Freundin, der Trainingspartnerin oder in unserem eigenen Kopf – das Gesprächsthema Nummer 1 lautet fast immer: Abnehmen.
Dass es hier nicht um übertriebene Einzelbeispiele geht, sondern um die absolute Mehrheit zeigte eine Umfrage der Psychology Today in Amerika: Diese ergab bereits im Jahr 1997, dass 65% aller befragten Frauen unzufrieden mit ihrem Aussehen waren; ganze 88% aller Frauen wollten abnehmen. (1) Wahrscheinlich kennst du dieses Gefühl selbst sehr gut. Diese Tendenzen scheinen schon sehr früh zu entstehen: Während 13-jährige Mädchen noch eine ähnliche Selbstwahrnehmung haben wie gleichaltrige Jungen, wird unser Bild von uns selbst mit zunehmendem Alter immer schlechter. Die Körperzufriedenheit von jungen Mädchen nimmt immer weiter ab, desto älter sie werden; bei Jungen lässt sich dies nicht beobachten. (2) Solche Studien sind wichtig, denn sie zeigen, dass du mit diesen Gefühlen nicht allein da stehst, sondern, dass dieses Unwohlsein ein Gefühl ist, das wir (beinahe) alle teilen. Mädchen scheinen bereits früh eine ungesunde Beziehung zum eigenen Körper aufzubauen, die sich dann im Erwachsenenalter weiter verfestigt; es fehlt zusätzlich an Information, wie man dieses negative Selbstbild nachhaltig verändern kann.

Wir Frauen sind Meisterinnen darin, uns ständig selbst zu kritisieren, unseren Körper, unsere Kleidergröße, die Zahl auf der Waage, unseren linken Oberschenkel. Warum tun wir das? Aber vor allem: Warum ändern wir eigentlich nichts? In keinem anderen Lebensbereich würdest du eine lebenslängliche Unzufriedenheit einfach so hinnehmen; einen schrecklichen Job kündigt frau, mit einem fiesen Freund machen wir Schluss. Tagtäglichen Selbsthass und Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen nehmen wir jedoch als „normal“ hin und das lebenslang. Wir alle kennen oder sind eine dieser Frauen, die seit Jahren abnehmen oder ihren Körper straffen wollen, aber immer scheitern. Keine von uns sieht dabei, wie toll wir eigentlich sind.

Woran liegt das?

Zunächst gibt es einige Einflussfaktoren, die sich nicht so leicht verändern lassen: Das gesellschaftliche Idealbild einer Frau steht in scharfem Widerspruch zur Figur der Durchschnittsdame; Magazine und soziale Medien kreieren mittels Photoshop unrealistische Vorbilder, die du gar nicht erreichen kannst. Stattdessen wirst du zugemüllt mit Dauerselfies von Instragram-Fitnessmodels, die zwar Traumfrauen sind, aber bei ihrem Körper oftmals mit plastischer Chirugie und/oder Medikamenten nachgeholfen haben. Darüber spricht natürlich keiner.

Vor allem aber fällt eins auf: Es fehlt an Informationen. Wenn du abnehmen oder mit dem Training beginnen willst, musst du dich erst durch einen Dschungel von Fehlinformationen sowie kostenpflichtigen Hardcore-Programmen kämpfen. Während wir gesellschaftliche Ideale nicht kurz mal eben ändern und auch Photoshop nicht einfach abschaffen können, können wir von Code Fitness genau hier eingreifen: Indem wir dir qualitativ hochwertige Informationen kostenlos bereitstellen. Den Märchen kontra geben. So viel also zu uns.

Was kannst du nun konkret tun?

  1. Mach dir das Problem und seine Vielschichtigkeit aktiv bewusst! Wenn du merkst, dass du, deine Freundinnen oder deine Mutter euren Körper immer (!) negativ wahrnehmt, dann frag dich, warum das so ist. Mach dir klar, dass es fast allen Frauen so geht, dass dieses Phänomen sogar durch Studien belegt ist. Reflektiere kritisch, welchen Einfluss Medien auf dein Selbstbild und deine Selbstzufriedenheit haben und fordere dich heraus, dein Schönheitsideal selbst zu definieren. Willst du überhaupt abnehmen oder findest Du dich eigentlich gut, so wie du bist? Und wenn du abnehmen willst: Spricht etwas dagegen, an deinem Körper zu arbeiten, aber dich gleichzeitig jetzt schon gerne zu mögen, als ein liebenswertes Projekt zu betrachten?
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  3. Auch wenn es zugegebenermaßen noch schwierig ist: Nimm dein Schicksal selbst in die Hand und beschaffe dir gute Informationen. Wahrscheinlich fragst du dich nun, wie du gute von schlechten Quellen trennen kannst. Das ist Arbeit, aber mit etwas Übung gar nicht so schwer:
    1. Eine gute Quelle gibt dir nicht nur eine persönliche Empfehlung oder Meinung, sondern sie stellt evidenzbasiert eine allgemeingültige Aussage auf. Ein Beispiel: „Um abzunehmen, musst du weniger Kalorien zu dir nehmen als du verbrauchst.“ Diese Regel ist wissenschaftlich belegt und gilt für dich und jeden anderen gesunden Sportler. Enttäuschungen werden so vermieden.
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    3. Desweiteren findest du gute Informationen oft kostenlos oder für einen angemessenen Preis. Denn eigentlich sind alle wichtigen Informationen entweder frei im Netz oder kostengünstig in der Fachliteratur verfügbar. Überteuerte Programme, die mehrere hundert Euro für einen Trainingsplan kosten, werden primär entwickelt, um den Gewinn der Herausgeber zu maximieren. Ein hoher Preis garantiert dir aber leider nicht automatisch Qualität und hohen Nutzen.
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    5. Programme dieser Art kosten dich nicht nur viel Geld, sondern werben auch mit drastischen Versprechen für maximalen Profit. Es wird schneller Erfolg in wenigen Wochen, Abnahme in kürzester Zeit versprochen und deine Unzufriedenheit mit dir selbst instrumentalisiert. Gewöhne dich daran, kritisch zu reflektieren, ob die beworbenen Erfolge überhaupt realistisch möglich sind! Vorher-Nachher-Bilder sind oft ein Mittel, um dich mit den Ergebnissen der besten Teilnehmer, oder auch gar gefälschten Bildern zum Kauf zu animieren. Gute Trainingspläne oder Ernährungsprogramme sind in der Regel gar nicht auf so einen kurzen Zeitraum ausgelegt, sondern arbeiten auf einen längerfristigen, haltbaren Fortschritt hin. Ein Beispiel dafür ist unser Code Fitness Trainingssystem: Der Trainingsplan beruht auf aktuellen sportwissenschaftlichen Trainingsprinzipien, ist komplett kostenlos und begleitet dich über längere Zeit durch aufeinander aufbauende Trainingsphasen dabei, deinem persönlichen Ziel immer näher zu kommen.

     

  4. Nachdem du nun hoffentlich eine erste Idee davon bekommen hast, wie du Informationsquellen bewerten kannst, folgt der letzte Schritt: Lies dich selbst ein und vertraue nicht blind auf das Hörensagen von Anderen. Wenn du Grundkonzepte verstehst, kannst du ohne Probleme abnehmen, indem du deine Ernährung sinnvoll anpasst, effektiv trainierst und dich gleichzeitig komplett unabhängig von teuren Gurus machst. Hört sich gut an? Ein erster Schritt für dich können hier die Artikel unserer Seite sein.

Was uns dabei am Herzen liegt: Es ist uns wichtig, dass Frauen nicht weiter als Zielgruppe ausgenutzt und für dumm verkauft werden. Und auch, dass du dich auf unserer Seite genauso wohl fühlst wie Männer. Deshalb freuen wir uns an dieser Stelle nicht nur, dass du die Code Fitness Seite entdeckt hast, sondern heißen dich herzlich willkommen in unserem Frauenbereich.

Hast du Fragen oder Anregungen? Dann schreib diese hier in die Kommentare, in unsere Facebook-Hauptgruppe oder Facebook-Frauengruppe (Nur für Frauen). So können wir dir bei deinen Fragen schnell weiterhelfen.

(1) The 1997 Body Image Survey Results. Psychology Today. 1997 https://www.psychologytoday.com/articles/199702/survey-says-body-image-poll-results
(2) Rosenblum, G. D. and Lewis, M. (1999), The Relations among Body Image, Physical Attractiveness, and Body Mass in Adolescence. Child Development, 70: 50–64. doi: 10.1111/1467-8624.00005