freudesport

Der (vergessene) Faktor: Glücklich sein – Teil 2/3 – Sport

Worauf du dich einlässt: ~500 Wörter – 5-10 Lesezeit – Der Glücks-Guide für dein Training

Im ersten Teil unserer Serie über das Glücklich sein haben wir uns vor allem mit dem Thema Ernährung beschäftigt. Es wurde etabliert, dass gerade besonders strikte Diäten kontraproduktiv sein können.

Training

Heute soll es um dein Training gehen. Viel Sport ist oft der erste Ratschlag, den du bekommst, wenn du abnehmen möchtest. Wie so ziemlich alle pauschalen Empfehlungen solltest du aber auch diese kritisch hinterfragen: Wie nimmst du nochmal Körperfett ab? Du reduzierst deinen Körperfettanteil über ein Kaloriendefizit. Dieses lässt sich aber theoretisch sogar ohne Sport kreieren. Einige Frauen berichten zudem, dass sie nach langen Cardio-Einheiten ein stärkeres Hungergefühl haben als ganz ohne Sport. Wenn dies auf dich zutrifft, ist Cardio zum Abnehmen vielleicht sogar kontraproduktiv. Wenn also jemand darauf beharrt, dass du Sport treiben musst, auch wenn es dir keinen Spaß macht, frage ihn, warum er zu dieser Einschätzung kommt. Du darfst natürlich Sport treiben, um dich fit zu halten oder weil du es gern tust. Du sollst dich jedoch niemals zu Einheiten zwingen, nur weil du abnehmen möchtest, weil es dafür keinen vernünftigen Grund gibt.
Nimm dein jetziges Sportprogramm also einmal genauer unter die Lupe: Trainierst du aus Leidenschaft und mit Freude an der Sache oder nur noch aus Pflichtgefühl? Brichst du dein Trainingsprogramm ständig ab, weil es dir keinen Spaß macht?

Bist du gerade eigentlich (noch) glücklich?

Wenn die Antwort auf diese letzte Frage “Nein!” lautet, darfst und solltest du deinen Trainingsplan verändern und zwar so:

  • Reduziere dein Trainingspensum und/oder gönne dir eine Trainingspause!
  • Wenn dir das Krafttraining ursprünglich einmal Spaß gemacht hat, hilft es danach bei der Planung deiner zukünftigen Einheiten, einige einfachen Regeln zu beachten: Generell berücksichtigt ein guter Trainingsplan deine persönlichen Bedürfnisse, Präferenzen und auch deine zeitlichen Verfügbarkeiten. Deine Trainingsplanung umfasst neben den Einheiten auch gezielte Erholungspausen (z.B. trainingsfreie Urlaubswochen), Rest Days (= Pausentage) und Deloads (= regenerative Einheiten mit leichterem Gewicht). Wenn du zu jeder Einheit schon erschöpft ankommst, wirst du kaum Spaß an der Sache haben, deine Leistung nicht steigern können und erhöhst gleichzeitig dein Verletzungsrisiko. Es macht also Sinn, deine Trainingsplanung längerfristig zu gestalten und die oben genannten Elemente fest in diese zu integrieren.
  • Wenn dir Krafttraining keinerlei Spaß macht, möchtest du vielleicht auch zu einem ganz anderen Sport wechseln. Auch das ist vollkommen in Ordnung! Es gibt nicht den einen, besten Sport, sondern die Sportart, die zu dir passt. Du sollst Freude am Training haben, dich auf die anstehenden Einheiten freuen und dir selbst mit dem Training etwas Gutes tun. Nur weil Fitnessstudios und Bodybuilding als Sport gerade boomen, heißt das nicht, dass du dich zwingen musst, daran ebenfalls Spaß zu haben.
  • Wenn du zurzeit überhaupt keine Lust auf Training hast, dann baue einfach ein wenig Aktivität in deinem alltäglichen Leben ein: Teste eine Yoga-Routine im Wohnzimmer aus, gehe lange spazieren und nimm öfter mal die Treppe. Sport ist so vielfältig, wie du es bist und du bestimmst ganz allein, wie oft und welchen Sport du treiben möchtest! Ehre deine eigenen Vorlieben und verwandele deine Einheiten in angenehme “Du-Zeit” ohne Zwang, ob mit oder ohne Langhantel. Und wenn du Abnehmen möchtest, geht das ohne oder mit wenig Sport ganz genauso.

Spaß an der Sache und Erfolg gehen also, wie auch bei deiner Ernährung, in der Regel Hand in Hand. So weit, so gut. Im nächsten Teil betrachten wir dein Selbstbild.